Als ich 2018 bei X Faktor mitgemacht habe und mit „Erinnert Euch“ einen gefühlten Erdrutschsieg feierte, war ich der Auffassung – jetzt hast du ́s geschafft. N Scheißn!!!!!
Ich darf ausholen.
Bei einer Big Band Probe unter der Leitung von Thilo Heinrich, einem begnadeten Filmmusik Produzenten, saß ich als Teenager am Piano und klimperte zu „Cantaloupe Island“ von Herbie
Hancock. Die Erinnerung daran ist glasklar. Ich verspürte einen intensiven Drang meinen Mund zu öffnen und meine Stimmbänder als neues Mitglied der neunköpfigen Band vorzustellen. Während meine Finger über die Tasten huschten, überlegte ich mir, wie ich diesen Wunsch äußern sollte. Vergebens.


Zwei Jahr später führte mich mein Verlangen zu einem schrulligen Kauz. Er ist Psychologe und war Bandleader einer Rockband namens „Fou blanc“. Mehrere Monate sang ich seine Songs in Wirtschaften, bei Privatleuten oder auf Straßenfeste.


Ein guter Einstieg. Gute Schule. Aber nicht meins.


Ich entdeckte die Welt der Musikprogramme. Von „Magix Musicmaker“ über „Fruity Loops“ zu
„Pro Tools“ bis hin zu „Cubase“. So hats angefangen. Die ersten Gehversuche mit Freunden, die auch Mukke machen wollten. Kev,
Danilo und Tim. Wir machten Teenager Straßenrap. Ich erinnere mich, dass ich vergebens nach
einer Möglichkeit suchte, auftreten zu können. Das klappte erst mit „Taktattackers“. Die Hip Hop Combo aus Masu, Mr Mephisto und mir. Wir tourten einige Jahre durch den „DACH
Raum“. Bis ich mein erstes Musikvideo mit Flat produzierte – „Wie du“. Von da an war für mich klar, dass ich Solo weitermachen muss. Die Zeit bei X Faktor verstärkte mein Vorhaben. Also
trennte ich mich von den Jungs. Ich tat das auf eine feige Art und Weise. Ich log, was die eigentlichen Gründe betrafen. Es wollte nicht über meine Lippen zu sagen: „Ich möchte Solo
weitermachen, weil ich der Meinung bin alleine musikalisch mehr erreichen zu können. Fun Fact – ich habe seit dem Austritt von „Taktattackers“ auf keinem Gig gespielt, das mehr Publikum hatte als zu dieser Zeit.


Kurz vor Sido, Thomas Anders und Co., produzierte ich „Mein Erstes“. Die erste Release Party sollte kommen. Veranstaltungsort war die „Asta Kneipe“, eine Szene Kneipe/Bar/Disco in
Rosenheim. 20 Kilometer von meinem Heimatort entfernt. Hierfür lud ich mir Verstärkung ein aus Baden Württemberg. Die „Flowristen“ sollten als Vorband agieren.
Wir saßen an besagtem Tag zwanzig Meter vor dem Haupteingang von der Asta. Es kam ein zahlender Gast. Das warf mich richtig zurück. Ich war der Auffassung, der Bekanntheitsgrad durch
diese Castingshow würde reichen, die Bude zu füllen. Drei Jahre später habe ich nun eine ähnliche Situation. Meine dritte Release Party (eigentlich die zweite, weil diese ja nicht statt fand), steht vor der Tür. Wieder nach einer Castingshow. Als würde ich das gewollt so timen 😉 😉 😉 😉
Jetzt gehe ich ein wenig gelassener an die Sache ran. N Scheißn!!!!
Die Angst vor leeren Rängen zu spielen ist größer denn je.


Dieses mal bin ich sogar finanziell verantwortlich, da ich mich ins Fluc einkaufen musste. Und die Band mit der ich spiele (die Jungs Spitting Ibex), nur bezahlt auf die Bühne kommen. Verständlicher Weise.


Stand heute (24.07.) – zehn verkaufte Vorverkaufstickets!!!! Es ist zum Scheiße schrein? Auf gar keinen Fall! So oder so – Musik ist mein Ding. Frag deinen Tischnachbarn 😉
Liest du diesen Text, wohnst in Wien und hast am 29.07. Zeit ins Fluc zu kommen, dann beweg deinen süßen Hintern und schau vorbei!!! Ich würde mich sehr freuen.

Muss ich haben. Ich bin Abhängig.

Ich möchte in diesem Blog das Thema Sucht ansprechen. Ich weiß nicht ob ich Menschen mit einer gewissen Affinität zu Sucht förmlich anziehe, mein Unterbewusstsein mir diese ohne mein Zutun ausSucht oder schlichtweg einfach jeder mit Süchten zu kämpfen hat. Fakt ist – alle von denen ich die Handynummer habe, weiß ich, dass sie abhängig sind. Ich darf euch an dieser Stelle an die Fülle unabweisbaren Verlangens erinnern. Das Verlangen ein Erlebniszustand wiederherzustellen. Das kann vieles sein.

Hallo ich heiße Damion Lee Hawkins und ich bin süchtig!

Bevor ich die Hosen runter lasse, verpetze ich erst einmal einen Freund. Ein sehr guter Freund. Kokain. Zigaretten. Alkohol. Marihuana. Jeden Tag seit Jahren das selbe Spiel. Ich versuche gerade ihn davon zu überzeugen vom Alkohol und dem Koks wegzukommen. Nicht dass ich Mary J oder Zigaretten verharmlose, aber ich finde man muss nicht unbedingt sofort mit allen Lastern aufhören. Mehrere kleine Erfolge haben oft einen langfristigeren Bestand. Es ist so traurig mit anzusehen. Ich besuche ihn meistens vormittags. Da wacht er auf und ist nüchtern. Seine Moves sind immer die selben. Er geht zum Kühlschrank und trinkt einen Saft. Dabei schielt er schon zum Bier. Ich sehe das. Spätestens nach dem vierten Glas kommt folgender Satz: „Soll ich mir ein Bier aufmachen?“ Rethorik! Dann geht es los. Bier, Line, Joint, Bier, Zigarette, Bier, Line, Joint, Line, Bier, Zigarette und so weiter und sofort. Man kann nur hilflos zusehen. Oder? Ich habe ihn so weit, dass er sich halbwegs wieder am Leben beteiligt und zumindest das Koksen aufgehört hat. Bis jetzt. Kleine Erfolge erzielen, finde ich absolut wichtig. Oft sieht man nur diesen riesigen Berg an Problemen und denkt sich, den erklimm ich nie. Step by Step. Mir ist aufgefallen, dass es vielen sehr schwer fällt über ihre Abhängigkeiten zu sprechen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir persönlich schreibt, wenn ihr was wissen oder euch einfach ausheulen wollt. Ich mach den Anfang und zähl mal auf:

– Spielsüchtig

– Benzodiazepine abhängig

– Pseudologie

– Weed

– Wurstsemmeln 😉

Ich finde es verwerflich jemanden aufgrund seiner Abhängigkeiten zu beurteilen. Vor drei Jahren fiel bei mir der Vorhang. Ich habe mein ICH gescannt und geschaut, was da los ist. LSD hat mir dabei sehr geholfen, Dinge aus einem komplett anderen Blickwinkel zu betrachten undmir tiefe Einblicke zu gewähren. Das war ein wichtiger Schritt Richtung Heilung. (ACHTUNG! Ichmöchte hier keine Drogen beschönigen!!!!) Mit der Einsicht kam die Umstellung meiner Ernährung, Sport, spazieren und tägliches meditieren. Das klingt jetzt wie ein übel anstrengender Tagesplan. ABER – Fußballspielen und Raufen mit meinem Sohn, ein bis zwei mal die Woche Joggen, jeden Tag Spazieren gehen, a bissal drauf schaun was du isst und jeden Tag vor oder nach dem Schlafen gehen für zehn bis fünfzehn Minuten meditieren. That ́s it! Man muss es halt einfach machen!Das Weed ist geblieben. Die Pflanze schreibt mit mir meine Songs. Und solange ich nicht vor Nachmittag das Kiffen anfange ist alles gut. Oder?Wie bekämpft ihr eure Süchte? Oder gibt es unter meinen Freunden und Fans doch welche, die gänzlich ohne krankhaftes Verlangen durchs Leben marschieren? Schreibt mir oder kommentiert anonym.

Danke für eure Zeit und bis hoffentlich bald – Euer Daim

Brotlose Kunst – vergessen plus richtig mieses Treatment! Wer füttert unter anderem deine Seele? Der Papst?

Wenn man sich die Geschehnisse um sich herum vergegenwärtigt, darf man sich glücklich schätzen
weitestgehend gesund, die eigene 40 anzusteuern. Wenn man sich die Geschehnisse um sich herum vergegenwärtigt, darf man sich glücklich schätzen
weitestgehend gesund, die eigene 40 anzusteuern.

„Grow the fuck up!“. Eine Mail, eines ehemaligen Freundes, als Antwort zu einem Post, den ich vor ein paar Tagen für wenige Stunden online stellte. „Nimm es sofort aus dem Netz“, rieten mir die meisten. Krass fanden die Story alle. Die Niederschrift spaltete die Facebookgemeinde. Das passiert immer, wenn ich über tiefgründigere Dinge schreibe. Ansichtssache. Ich war einfach nur verzweifelt.

Den inneren Schweinehund überwinden????
Unbedingt!
Aber wie?