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Muss ich haben. Ich bin Abhängig.

Ich möchte in diesem Blog das Thema Sucht ansprechen. Ich weiß nicht ob ich Menschen mit einer gewissen Affinität zu Sucht förmlich anziehe, mein Unterbewusstsein mir diese ohne mein Zutun ausSucht oder schlichtweg einfach jeder mit Süchten zu kämpfen hat. Fakt ist – alle von denen ich die Handynummer habe, weiß ich, dass sie abhängig sind. Ich darf euch an dieser Stelle an die Fülle unabweisbaren Verlangens erinnern. Das Verlangen ein Erlebniszustand wiederherzustellen. Das kann vieles sein.

Hallo ich heiße Damion Lee Hawkins und ich bin süchtig!

Bevor ich die Hosen runter lasse, verpetze ich erst einmal einen Freund. Ein sehr guter Freund. Kokain. Zigaretten. Alkohol. Marihuana. Jeden Tag seit Jahren das selbe Spiel. Ich versuche gerade ihn davon zu überzeugen vom Alkohol und dem Koks wegzukommen. Nicht dass ich Mary J oder Zigaretten verharmlose, aber ich finde man muss nicht unbedingt sofort mit allen Lastern aufhören. Mehrere kleine Erfolge haben oft einen langfristigeren Bestand. Es ist so traurig mit anzusehen. Ich besuche ihn meistens vormittags. Da wacht er auf und ist nüchtern. Seine Moves sind immer die selben. Er geht zum Kühlschrank und trinkt einen Saft. Dabei schielt er schon zum Bier. Ich sehe das. Spätestens nach dem vierten Glas kommt folgender Satz: „Soll ich mir ein Bier aufmachen?“ Rethorik! Dann geht es los. Bier, Line, Joint, Bier, Zigarette, Bier, Line, Joint, Line, Bier, Zigarette und so weiter und sofort. Man kann nur hilflos zusehen. Oder? Ich habe ihn so weit, dass er sich halbwegs wieder am Leben beteiligt und zumindest das Koksen aufgehört hat. Bis jetzt. Kleine Erfolge erzielen, finde ich absolut wichtig. Oft sieht man nur diesen riesigen Berg an Problemen und denkt sich, den erklimm ich nie. Step by Step. Mir ist aufgefallen, dass es vielen sehr schwer fällt über ihre Abhängigkeiten zu sprechen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir persönlich schreibt, wenn ihr was wissen oder euch einfach ausheulen wollt. Ich mach den Anfang und zähl mal auf:

– Spielsüchtig

– Benzodiazepine abhängig

– Pseudologie

– Weed

– Wurstsemmeln 😉

Ich finde es verwerflich jemanden aufgrund seiner Abhängigkeiten zu beurteilen. Vor drei Jahren fiel bei mir der Vorhang. Ich habe mein ICH gescannt und geschaut, was da los ist. LSD hat mir dabei sehr geholfen, Dinge aus einem komplett anderen Blickwinkel zu betrachten undmir tiefe Einblicke zu gewähren. Das war ein wichtiger Schritt Richtung Heilung. (ACHTUNG! Ichmöchte hier keine Drogen beschönigen!!!!) Mit der Einsicht kam die Umstellung meiner Ernährung, Sport, spazieren und tägliches meditieren. Das klingt jetzt wie ein übel anstrengender Tagesplan. ABER – Fußballspielen und Raufen mit meinem Sohn, ein bis zwei mal die Woche Joggen, jeden Tag Spazieren gehen, a bissal drauf schaun was du isst und jeden Tag vor oder nach dem Schlafen gehen für zehn bis fünfzehn Minuten meditieren. That ́s it! Man muss es halt einfach machen!Das Weed ist geblieben. Die Pflanze schreibt mit mir meine Songs. Und solange ich nicht vor Nachmittag das Kiffen anfange ist alles gut. Oder?Wie bekämpft ihr eure Süchte? Oder gibt es unter meinen Freunden und Fans doch welche, die gänzlich ohne krankhaftes Verlangen durchs Leben marschieren? Schreibt mir oder kommentiert anonym.

Danke für eure Zeit und bis hoffentlich bald – Euer Daim